Eine Bieder(e)-Reise

( an Bildern wird noch gearbeitet..... )

Wir kannten Herrn Bieder vom Früchteversand, womit er uns genau das offerierte, was uns gefiel. Da er auch Reisen anbietet, dachten wir, dass es genauso natürliche Reisen sein müßten wie "seine" Früchte es sind.

( Bernd mit Durian )           

Das wollten wir erleben! Es klang einfach zu verlockend.

Nach Weihnachten fingen wir an, uns ernsthaft mit dem Urlaubsgedanken zu beschäftigen. Nach über zehn Jahren Urlaubsabstinenz - von verlängerten Wochenenden oder Besuchen bei den Kindern mal abgesehen - sollte es nun am 17. Januar losgehen.

Wir hatten drei Wochen Koh Samui gebucht.

Es war unser erster richtig langer Urlaub und unser erster langer Flug - totale Spannung auf alles, was so kommen sollte. Vom Reiseveranstalter Herrn Bieder, bekamen wir den Rat, nur die Hälfte Reisegepäck (von wieviel auch immer) mitzunehmen (er kennt sich aus). Wir hielten uns fast daran - und hatten zuviel mit.

Der nächtliche Flug von München verlief ruhig und schneller als wir dachten. Nach 9 Stunden waren wir plötzlich in Bangkok. Auf dem regionalen Flughafen werden Gäste übrigens mit Bananen begrüßt.

Diese Geste gefiel uns schon mal sehr!!!

Nach dieser kurzen Stärkung schritten wir zum Ausgang, um den kleinen Flieger nach Samui zu besteigen. Da kam der erste Schock in Form von ungewohnter Hitze über uns. Angenehm, danach in die "kühle" Maschine zu steigen.

Der nun kommende Flug nach Samui entschädigte mit seiner Aussicht für die entgangene Sicht beim Nachtflug. Wir glaubten, über dem Paradies zu schweben.

Das Meer - der Golf von Bangkok - in seinen schönsten Farben und viele kleine Inseln lagen unter uns.

Nach der Landung bestätigte sich diese Annahme: Wir sind im Paradies.

Der kleine Flughafen von Koh Samui ist sooo sehenswert - wie aus einem Tropenmärchen.

       

Überall nette, lächelnde Menschen und ein Meer von blühenden Sträuchern und Bäumen.

Das Flughafen"gebäude" besteht nur aus Pfosten und einem riesigen Dach.

Die Freundlichkeit der Menschen begleitete uns durch den ganzen Urlaub. Erstaunlich und neu für uns war daran, dass diese Menschen auch dann noch freundlich sind, wenn sie Touristen mit Trampeltiermentalität vor sich haben.

Am Nachmittag nahmen wir unsere Unterkunft in Besitz,

  die uns auf den ersten Blick zwar etwas sehr spartanisch vorkam. Der zweite Blick sagte uns jedoch, daß mehr einfach nicht benötigt wird und nur die Kosten und den Pflegeaufwand erhöhen würde.

Wir hatten alles, was der Mensch braucht - und mehr.

Sanitäre Einrichtung mit warmem und kaltem Wasser, Klimaanlage, Kühlschrank, Fliegengitter vor den Fenstern, ein bequemes Bett und sogar eine kleine Küche waren vorhanden.

       

Als unerfahrene Touristen und "ordentliche" Europäer vermißten wir einen Schrank. Im offenen Regal hängt Bekleidung aber viel luftiger als im Schrank - bei diesem feuchten Klima - mußten wir uns sagen lassen.

Nach kurzer Verschnaufpause - diese Hitze, Übermüdung und langes Stillsitzen mußten schließlich irgendwie weggesteckt werden - inspizierten wir die Umgebung.

Als erstes der Strand. Er war ein Traum - ganz weiß, mit Palmen, nur 20 m vom Bungalow und fast ohne Menschen.

                           

Wir fühlten uns von Anfang an wohl. Nun sollte es gemeinsam zum Markt nach Nathon gehen. Herr Bieder - bei der Begrüßung in Bangkok einigten wir uns auf "Bernd" - wollte uns zeigen, wo wir unsere Verpflegung herbekamen, denn wir hatten keine Vollpension gebucht.

Das war das Schöne an dieser Reise (einer von vielen Gründen für uns, zu diesem Entschluß). Wir konnten essen, wann und was wir wollten. Viel brauchten wir ja nicht. In so einem Land lebt man fast nur von Früchten, wenn man mag. Es ist zumindest einfacher als zu Hause. Da hingen und lagen an den Ständen oder auf dem Markt so herrliche Sachen wie Bananen, Ananas, Kokosnüsse, Mangos, und, und...

               

( Ananasblüte )                                                             ( Bananen mit Blüte )

...... und alles natürlich gewachsen und gereift - ohne Chemie.

Und schon war der Tag vorbei und das ziemlich schnell. Die Sonne versinkt einfach im Meer und schon ist es Nacht. So nahe am Äquator gibt es eben keine Dämmerung, morgens ebenso.

Die allgegenwärtigen Gekkos sangen uns täglich bzw. nächtlich unser "Schlaflied" - einfach schön.

Diese Thäiländische Insel war voller Überraschungen. Transportmittel sind Pick-ups, die ständig in jede Richtung fahren. Haltestellen gibt es nicht. Man steigt einfach zu und wieder aus, wenn und wo man will. Außerdem gibt es aber auch ganz "normale" Taxis. Die Fahrpreise sind für unsere Verhältnisse eigentlich gar keine Preise...

Auch beim Einkaufen waren wir ständig in Versuchung, ein reichliches Trinkgeld zugeben. Das ist aber wenig sinnvoll, denn auch dort verdienen die Menschen ihr Geld durch Arbeit und Service. Wir würden das Gefüge stören, lernten wir.

Unsere Reisegruppe bestand übrigens aus nur 8 Personen und Reiseleiter, die alle sehr an der Natur interessiert sind. Die Reiseleitung ging sehr gemäßigt vor sich. Nur alle zwei bis drei Tage wurde gemeinsam etwas unternommen, wenn man wollte. Zwischendurch hatten wir jede Menge Freiraum, um die Insel zu "erobern". Das taten wir dann auch. Bernd, unser Reiseleiter, führte uns zu Fuß, per Jeep, Kleinbus und Schiff zu den sehenswertesten Stellen auf der und um die Insel. (Aber was war eigentlich nicht sehenswert...?)

Unsere Naturbegeisterung kannte keine Grenzen, die Leistungsfähigkeit mitunter schon.

So führte er uns in den Marine-Park,

eine malerische Inselgruppe als vorgelagertes Naturschutzgebiet von Samui. Dabei gab es genug Zeit zum Wandern, Tauchen und Baden. Ein anderer Trip auf eine Insel ohne Straßen führte uns in den Regenwald, wo wir Wildfrüchte kennen und genießen lernen konnten.

         

              ( Ceshew-Nüsse )                                                ( ...Spinne )                                                        ( Zimtapfel )

Es ist schon ein tolles Erlebnis,

wenn wir einfach die Pomelos oder Tamarinden vom Baum pflücken und als Pausensnack genießen konnten. Auch sonst ist es im Regenwald sehr interessant. Mein Mann schwärmte ständig für die großen Spinnen und ich für die vielen schönen Blüten überall... Irgendwer gab immer ein "Ooh" oder "Aah" von sich. Auch die Wanderungen zu Wasserfällen - so konnten wir mal im Süßwasser baden - durch den Wald und die Rundfahrt mit Jeep in die schönsten Ecken von Samui waren sehr, sehr schön.

Wir alle stimmten darin überein, daß das alles unvergeßliche Erlebnisse bleiben werden!

Mit einem Leih-Moped konnten wir die ganze Insel in zwei Stunden umrunden. Zum Glück gab es dort keine Hochhäuser (kein Gebäude darf höher als eine Palme sein!) - oder sonstige Bettenburgen. Riesenparkplätze für Massentourismus sind auf Samui auch fremd - hoffentlich für immer.

Es ist nicht schwer, mit den Einwohnern in Kontakt zu kommen.

Die Landessprache muß dazu niemand lernen. Es reicht Englisch vollkommen aus, auch, wenn man es nicht vollkommen kann. Peinlichkeiten und Verlegenheiten werden immer mit einem Lächeln entschärft - am besten von beiden Seiten.

Bald stellten wir fest, daß e i n Urlaub nicht ausreicht, um alles auf der Insel zu entdecken, was interessant ist. Herrlich waren auch die Massagen, die wir uns einige Male gönnten - sehr empfehlenswert! Bedingt durch Zeit und Wetter konnten wir die Perlenfarm, die sich auf einer nahe gelegenen kleinen Insel befindet, nicht besichtigen.

Eine Fahrt mit dem Speedboot zur Tauchparadies-Insel Koh Tao packten wir aber selbst noch in unser privates Programm. Absoluter Höhepunkt war jedoch die Segelkreuzfahrt für einen Tag auf dem Boot von Joss.

Zu viert hatten wir den schönsten Tag des Urlaubs. Käpt´n Joss hatte die "Tangoroah" selbst aus den Tiefen des Meeres geborgen und restauriert. Es ist ein altes Piratenboot aus Teak und Mahagoni. Ein schöner Moment als die Segel gesetzt wurden.

Wir kreuzten um eine Vogelinsel, die niemend außer den Vogelwarten betreten darf und segelten in einsame, kleine Buchten zum Schnorcheln und Baden.

                 

Danach gab es ein traumhaftes Dinner für jeden Geschmack vom Käpt´n selbst zubereitet an weißgedeckter Tafel auf Deck. Der hohe Seegang auf der Rücktour machte den Trip noch recht abenteuerlich. (Leider erfuhren wir nach unserem Urlaub, daß der freundliche Kapitän nicht mehr lebt - von Ausländern ermordet).

Bei aller Urlaubsidylle - wo viel Sonne, ist doch ab und zu Schatten -, von Umwelt und daß man sie schützen muß, haben die Thais noch nicht so viel gehört. So verbrennen sie ständig und überall ihre Kokosnußschalen und "natürlich" alles andere anfallende an Müll wie Plastik, Styropor usw. gleich mit.

Beim Einkauf wird   a l l e s  in Plastiktüten verpackt. Sie ahnen noch nicht, daß aus dieser "Errungenschaft " ein Fluch werden kann. Vielleicht entwickelt die Lösung mal jemand mit viel Geld in Form eines Projektes. Das wäre sehr wünschenswert.

Wieder zu Hause angekommen, vermißten wir sofort die aromatischen Früchte, die wir so hier nicht kaufen können. Auch fehlten uns die freundlichen Gesichter. Denn bei uns steht den meisten Menschen der Ernst des Lebens im Gesicht. Mit etwas mehr Freundlichkeit könnte vieles leichter sein. Die Asiaten machten es uns täglich vor.

Nebenbei gesagt, in diesen drei Urlaubswochen haben wir 13 Filme "verschossen". Das allein zeigt schon unsere Begeisterung. Und - irgendwann fahren wir wieder hin.

Und das sollte gar nicht mal so lange dauern ... !

Hier sind die "Beweise"

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